Allein sein.

…ist nicht mit Einsamkeit gleichzusetzen. Wer allein ist, ist nicht automatisch einsam. Zumindest bin ich das nicht.

Wenn ich etwas über mich sagen kann, dann, dass  ich gelernt habe mit mir allein sein zu können. Und wenn es etwas gibt, das jeder, aber wirklich jeder in seinem Leben erfahren sollte, dann ist es die Erkenntnis, dass man auch allein im Reinen mit sich sein kann. Doch auch, dass es etwas Weg bis zu diesem Punkt ist. In der Stille auf sich allein konzentrieren. Gedanken und Gefühle hören und beachten. Darauf Antworten…

Freunde und Familie. Niemals möchte ich auch nur einen Part missen. Eine liebende Familie ist wie eine andauernde Umarmung. Man fühlt sich geborgen und sicher. Und ich habe das große Glück in einer Familie aufgewachsen zu sein, die neben dem normalen Wahnsinn, stets Liebe und Geborgenheit geschenkt hat.

Zu meinem Glück ist es mit Freunden das Gleiche. Wenn es hart auf hart kommt, weiß ich, dass ich ein Sicherheitsnetz habe. Und dieses  Sicherheitsnetz wird nicht von sechzig verschiedenen und weitläufig bekannten Freunden gehalten. Sondern von wenigen Personen, die aber umso stärker sind. Qualität statt Quantität. Ich fühle mich sicher und geborgen. Und genau aus diesem Grund empfinde ich keine Einsamkeit. Auch nicht, wenn ich allein bin.

Zeit, die nur mir gehört, kann ich deshalb bis zum Letzten auskosten. Es hat nicht automatisch etwas Trauriges an sich, wenn man für sich ist. Spaziergänge, morgens 5:15 ins Auto setzen, um sich einen Sonnenaufgang anzuschauen, mit einer Serie oder einem Buch in den eigenen vier Wänden verkriechen, allein ein Konzert besuchen.  Alles Dinge, die ich nahezu perfektioniert habe und gern auch mal allein auslebe.

Auf keinen Fall möchte ich damit sagen, dass die Gesellschaft von Freunden nicht wichtig ist. Ganz im Gegenteil. Jegliche Zeit mit lieben Menschen schätze ich extrem.

Mich beschleicht nur das Gefühl, viele der Menschen da draußen gehen der Konfrontation mit sich selbst aus dem Weg. Stürzen sich von Gesellschaft zu Gesellschaft, von einer oberflächlichen Freundschaft in die Nächste, von einem belanglosem Job zum Nächsten, von Beziehung zu Beziehung. Ohne dabei wirklich herauszufinden, wer sie sind. Und um zu diesem Punkt zu gelangen, ist es nötig auch mal allein zu sein. Auf sich selbst konzentrieren, mit den eigenen Gefühlen und Gedanken auseinandersetzen. Auf sich hören.

Man muss mit sich allein sein können. Sich und sein eigenes Herz aushalten. Erst dann funktioniert der Rest.

Versucht es.

Bis zum nächsten Mal, sofern ihr wollt.

Eure Laura.

3 Gedanken zu „Allein sein.&8220;

  1. Wie immer…Worte die mich berühren. Ich werde in den nächsten 2 Monaten mich & mein Herz in die weite Welt raustragen, mit dem wunderbaren Gefühl, liebe Menschen daheim zu haben, die für mich da sind.

  2. Du hast soooo recht meine Liebe…Wer ständig in Gesellschaft ist, hat Angst sich mit sich selbst auseinanderzusetzen…Diese Phase hatte ich auch…und bin sehr froh, diese überwunden zu haben :)

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